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Studium DS

In Bayern ist Darstellendes Spiel/Theater in der Oberstufe im Profilbereich bereits eingeführtes Schulfach. In der gymnasialen Oberstufe wird Theater oft noch zusätzlich als Thema eines P-oder W-Seminars angeboten. In der Sekundarstufe I können Theaterklassen eingerichtet werden, für die Theater als zusätzliches verpflichtendes Unterrichtsfach in der regulären Stundentafel verankert ist. Auch im gebundenen und offen Ganztag wird Theater als projektorientiertes Unterrichtsfach häufig angeboten. Darüber hinaus finden sich in allen Schularten Arbeitsgemeinschaften und Wahlkurse in hoher Anzahl.

Unter den bildungspolitischen Forderungen nach zukunftsweisenden Unterrichtskonzepten wie offener Unterricht, Projektunterricht u.a. kommt dem Theater eine zentrale Bedeutung zu. Darüber hinaus ist Theater ein wichtiger Bestandteil von Schulkultur und pädagogischer Schulentwicklung, weil es für kreative Prozesse einen festen institutionellen Rahmen bereitet. Darstellendes Spiel als Lern- und Ausdrucksform schafft Spiel- und Freiräume für die Entfaltung der Subjektivität und für soziales Probehandeln.

Die Vernetzung von Theorie und Praxis prägen das besondere Profil des Studiengangs, wie auch Theater als Schulfach.

Die Bewerbung um einen Studienplatz des Studienganges „Darstellendes Spiel“ steht als Erweiterungsfach allen Lehramtsstudenten bzw. als Aufbaustudiengang den Lehrerinnen und Lehrern aller allgemeinbildenden Schularten offen.

Die Zahl der Ausbildungsplätze ist auf 20 begrenzt. Bis zur Hälfte der Studienplätze können an Lehrer im Schuldienst vergeben werden. Eine Studienaufnahme ist nur im Wintersemester möglich. Übersteigt die Zahl der Bewerbungen die Zahl der insgesamt verfügbaren Ausbildungsplätze, wird unter den Bewerbern ein Auswahlverfahren durchgeführt.

Aufgrund der besonderen Anforderungen des Studiengangs und im Interesse eines erfolgreichen Studiums bieten wir an, Bewerber vorab schriftlich oder mündlich zu beraten. Interessenten müssen nicht über Vorerfahrungen aus eigener theatraler oder theaterpädagogischer Praxis verfügen.

Der Antrag auf Zulassung zum Erweiterungsfach Darstellendes Spiel ist spätestens bis zum 15. Juli für das darauffolgende Wintersemester schriftlich auf dem dafür vorgesehenen Antragsformular_DS_2018Antragsformular beim Institut für Pädagogik einzureichen. Es sind folgende weitere Bewerbungsunterlagen einzureichen:

  1. Tabellarischer Lebenslauf
  2. Zeugniskopien (in unbeglaubigten Kopien)
  3. Skizze einer Probensequenz oder Reflexion einer allgemeinen fachdidaktischen Fragestellung zur Probenarbeit mit Schülerinnen und Schülern (max. 2 Seiten).
  4. Praxisreflexion im Kontext einer praktischen Arbeit oder Reflexion einer allgemeinen theaterpädagogischen bzw. theatral-ästhetischen Fragestellung (max. 2 Seiten)
  5. Ggf. Übersicht über bereits durchgeführte oder geplante Projekte theatraler oder theaterpädagogischer Natur
  6. Ggf. Übersicht über Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich des Schultheaters, der Theaterpädagogik oder eines Theaterbetriebes (auch Praktika, Assistenzen etc.)

Die Entscheidung trifft eine Auswahlkommission, die sich aus drei im Erweiterungsfach involvierten Dozenten mit Prüfungsberechtigung zusammensetzt. Bei der Auswahl bestimmt nicht die Menge an Vorerfahrungen über die Zulassung zum Studiengang. Auch BewerberInnen ohne jegliche theatrale Vorerfahrung können ausgewählt werden.

Bewerbungen sind an die

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Institut für Pädagogik
Bismarckstr. 1, 91054 Erlangen

zu richten.

Anfang August erhalten alle eingereichten BewerberInnen eine Rückmeldung.

Das Studium umfasst 4 Semester mit 40 Semester-Wochenstunden und 70 ECTS (insgesamt 8 Module).

Es schließt mit der Lehrbefähigung für das Darstellende Spiel / Theater mit der 1. Staatsprüfung ab.

Die Studierenden durchlaufen die Praxisseminare bis zur Abschlussproduktion als feste Gruppe. Die Seminare der Theoriemodule werden gemeinsam mit den Studierenden der beiden BA-Studiengänge der Institute besucht (BA Theaterwissenschaft / BA Pädagogik). Die beiden Fachdidaktik-Module stehen nur DS-Studierenden zur Verfügung.

Alle weiteren Veranstaltungen sind auf die speziellen Bedürfnisse und Anforderungen des Studiengangs zugeschnitten. Detaillierte Hinweise finden sich beim Studienverlauf.

 

Übersicht-DS-Studium 

Studienplan mit Hinweisen 

Modulhandbuch_LA-Erw.DarstellendesSpiel

 

 

Erste Staatsprüfung:

Die erste Staatsprüfung kann abgelegt werden

  • gleichzeitig mit der Ablegung der ersten Staatsprüfung für das Lehramt oder nach Bestehen dieser Prüfung; die zweite Staatsprüfung kann im Fach Darstellendes Spiel nicht abgelegt werden;
  • nach Erwerb der Lehramtsbefähigung im Rahmen einer nachträglichen Erweiterung nach Erwerb der Lehramtsbefähigung gilt die erste Staatsprüfung im Fach Darstellendes Spiel als nachträgliche Ereiterung gemäß Art. 23 BayLBG

Die Prüfung besteht aus zwei theoretisch-schriftlichen und einer fachpraktischen Prüfung(en). In der schriftlichen Prüfung werden in je einer Klausur (je 4h) je eine Aufgabe oder Aufgabengruppe aus der Pädagogik des Spiels und der Theatertheorie bearbeitet. Die fachpraktische Prüfung umfasst 60 Minuten. Dabei ist eine kompetenzorientierte Aufgabenstellung aus dem Bereich performative/theatrale Ästhetiken von ca. 12-15 minütiger Länge zu präsentieren. Im Anschluss daran sind Fragen zur Präsentation, Theatertheorie, Pädagogik des Spiels und Fachdidaktik zu beantworten. Dabei dient ein Thesenpapier auf der Grundlage von einschlägigier Literatur als Orientierung.