Nina Bremm

Prof. Dr. Nina Bremm

Lehrstuhlinhaberin

Institut für Pädagogik (Erlangen)
Lehrstuhl für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Educational Governance und Educational Change

Raum: Raum 02.014
Bismarckstraße 1a
91054 Erlangen
Germany

Organisatorisches

Sprechzeiten

Mittwochs 12:00-13:00. Termin nach Vereinbarung per Mail an nina.bremm@fau.de mit dem Betreff «Sprechstunde»

Prüfungsberechtigungen

  • Betreuung von Bachelorarbeiten
  • Betreuung von Masterarbeiten
  • Staatsexamen Lehramt Realschule und Gymnasium
  • Schriftliche Hausarbeit („Zulassungsarbeit“) Lehramt Realschule und Gymnasium

Prüfungshinweise (schriftliche Hausarbeiten)

  • Hausarbeitsthemen sprechen Sie bitte im Vorfeld mit mir ab (Email oder Sprechstunde). Bei nicht abgesprochenen Themen besteht das Risiko, dass die Arbeit nicht angenommen wird, falls der thematische/disziplinäre Bezug unklar ist.
  • Einreichung von Prüfungsleistungen: 1) Über den entsprechenden StudOn-Kurs; falls dort keine Einreichung vorgesehen ist, über dieses Webformular: Einreichung einer Prüfungsleistung (Bremm)

Prüfungshinweise (Bachelor- und Masterarbeiten)

  • Eine zusätzliche Einreichung als Papierausdruck oder Email ist nicht nötig.
  • Zur Anmeldeverfahren für Bachelorarbeiten und Masterarbeiten melden Sie sich bitte in meiner Sprechstunde bzw.  bei anderen Prüfenden des Instituts.
  • Einreichung 1: Ist die Arbeit fertiggestellt, so sind lt. §32 Abs. 7 der Allgemeinen Studien- und Prüfungsordnung für die Bachelor- und Masterstudiengänge (ABMStPO/Phil) Abschlussarbeiten in zwei schriftlichen Exemplaren plus elektronische Fassung im Prüfungsamt einzureichen. Das Datum dieser Einreichung ist für die Fristeinhaltung entscheidend.
  • Einreichung 2: Ich bitte darum, von mir betreute BA- und MA-Arbeiten neben der prüfungsrechtlich relevanten fristgerechten Einreichung beim Prüfungsamt zusätzlich über folgendes Webformular einzureichen. Diese Einreichung dient lediglich der beschleunigten Bearbeitung, da das Prüfungsamt keinen konsistenten digitalen Workflow unterstützt. Sie ersetzt nicht die Einreichung beim Prüfungsamt und ist auch nicht zur Fristwahrung geeignet.

Prüfungshinweise (Zulassungsarbeiten)

Gerne können Sie sich an mich wenden, wenn Sie eine Zulassungsarbeit im Bereich „Schulpädagogik“ verfassen möchten.

Nähere Informationen zu Umfang und Rahmenbedingungen der Zulassungsarbeit finden Sie unter dem folgenden Link.

Zulassungsarbeit_Schulpädagogik mit Schwerpunkt EdGovernance und EdChange

 

Zur Person

Arbeits- und Forschungsschwerpunkte

  • (Re-)Produktion sozialer Ungleichheit im Bildungssystem
  • Kontextsensible Schulentwicklung
  • Bildungssystemforschung
  • Evidenzorientierte Schulentwicklung
  • Netzwerkforschung
  • Design-basierte Schulentwicklung

Vita

Okt. 2022 heute W3 Professorin und Inhaberin des Lehrstuhls für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Educational Governance und Educational Change an der FAU Erlangen-Nürnberg
2019 2022 Professorin für Schulentwicklung an der PH Zürich
2014 2019 Postdoc an der AG BiFo der Universität Duisburg-Essen (Isabell van Ackeren)
2016 Forschungsaufenthalt an der University of California – Berkeley, Graduate School of Education (Rick Mintrop)
2014 Verleihung des Titels Doktorin der Philosophie durch die Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg
2008 2013 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Interkulturelle und International Vergleichende Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg (Ingrid Gogolin)
2001 2007 Studium der Soziologie, Erziehungswissenschaft und Politikwissenschaft an der WWU Münster (Magistra Artium)

Publikationen seit 2020

2024

2023

2022

2021

2020

Mitgliedschaften und Funktionen

  • Gewählte Sprecherin der kollegialen Leitung des Departments für Pädagogik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
  • Mitglied des Fakultätsvorstands der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
  • Gewähltes Mitglied des Fakultätsrats der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
  • Gewählte Vorständin der Kommission Bildungsorganisation, Bildungsplanung, Bildungsrecht (KBBB) der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft
  • Mitglied des wiss. Beirats „Evidenzbasierte Pädagogik“ der QUA-LiS NRW
  • Herausgeberin der Zeitschrift für Bildungsforschung (ZBF)
  • Gutachterin für diverse nationale und internationale Fachzeitschriften, Verlage und Konferenzen
  • BMBF-Gutachterin
  • Gutachterin und Beraterin für diverse Stiftungen
  • American Educational Research Association (AERA); SIG 155 Educational Change
  • International Congress for School Effectiveness and School Improvement (ICSEI); Network Professional Learning Network
  • European Educational Research Association (ECER), Leadership Network
  • Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE); Kommission Bildungsorganisation, Bildungsplanung, Bildungsrecht (KBBB) & Sektion Schulpädagogik
  • Assoziiertes Mitglied Interdisziplinäres Zentrum für Bildungsforschung (IZfB) der Universität Duisburg-Essen
  • Mitglied Arbeitskreis Qualität für Schule
  • Mitglied Innovative Lernumgebungen (ILE-Netzwerk)

Laufende Forschungsprojekte

  • Transfer- und Implementationshürden internationaler Schul- und Schulsystementwicklungsstrategien verstehen: Policy Borrowing zwischen Kanada und Deutschland

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Laufzeit: 1. August 2024 - 31. Januar 2025
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (ab 10/2013)

    Bei unterdurchschnittlichem Abschneiden von deutschen Schüler:innen bei internationalen Leistungsvergleichsstudien (PISA, IGLU, etc.) wird der Blick nach Lösungen seitens bildungspolitischer Akteure häufig ins Ausland gerichtet. Vielfach ist gegenwärtig eine Orientierung an sog. internationalen Best-Practice-Beispielen zu beobachten. Die daraus resultierenden Gegenmaßnahmen sind von einer Interventions- und Implementationslogik dieser Best-Practice-Beispiele geprägt, die durch teils mäßige Erfolge zu einer verstärkten Auseinandersetzung mit Implementationshürden geführt hat. Diese werden vor dem Hintergrund von Länderspezifika erklärt (Stichwort: Policy Borrowing). 

    Genau an dieser Stelle setzt das angestrebte internationale Forschungsvorhaben an und untersucht Enactmentprozesse am Beispiel der Policy "Family of Schools" in zwei kulturellen Kontexten (Kanada/ Deutschland). Hierdurch eröffnet sich ein analytischer Zugang zu kontextspezifischen Transfer- und Implementationshürden im Kontext des policy borrowing im internationalen Vergleich. 

    Ziel ist es, vor dem Hintergrund einer zunehmenden Entlehnung internationaler Policies in Wissenschaft und Bildungspolitik, differenziertes Wissen für eine kontextsensible Gestaltung von Entwicklungsstrategien für das deutsche und kanadischen Schulsystem zu fundieren. 

    Im nun beantragten Forschungsprojekt „Transfer- und Implementationshürden internationaler Schul- und Schulsystementwicklungsstrategien verstehen: Policy Borrowing zwischen Kanada und Deutschland" " zur Anbahnung internationaler Forschungskooperationen möchten wir die Governancestrukturen im kanadischen Kontext hinsichtlich des Ansatzes .Family of Schools" (North Vancouver School District., o. J.; Klopsch & Sliwka 2020) und "Leading from the Middle" (Hargreaves & Shirley, 2020) kennenlernen und systematisch nachzeichnen. 

  • DBSE-DesignLab – mit Fokus auf designbasierte Schulentwicklungsbegleitung

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Laufzeit: 1. Mai 2024 - 30. April 2027
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
    Design-basierte Schulentwicklung ist ein Ansatz, der sich besonders in Schulen bewährt hat, in denen die Betroffenen mit scheinbar unlösbaren Problemen konfrontiert sind. Das Forschungsprojekt bringt Schulkollegien, Schulleitungen, Schulaufsicht und Schulentwicklungsbegleitung zusammen, um dieses komplexe Verfahren unter wissenschaftlicher Begleitung in die Praxis umzusetzen.„Design-basierte Schulentwicklung“ ist ein Verfahren der Organisationsentwicklung, das auf alle Schulen anwendbar ist. Es hat sich besonders in Bildungsorganisationen bewährt, in denen die Betroffenen mit Problemen konfrontiert sind, die sie als überwältigend und unlösbar wahrnehmen. Hierzu zählen Schwierigkeiten, herkunftsbedingte kulturelle Unterschiede in der Schülerschaft und zwischen der Schüler- und Lehrerschaft zu überbrücken. Ein weiteres Beispiel sind Probleme, den Unterricht differenziert, lebensweltorientiert und kognitiv aktivierend zu gestalten, um einer breiten Leistungsspanne gerecht zu werden und die Motivation für das Lernen bei Schülerinnen und Schülern zu wecken und aufrecht zu erhalten.Das Verfahren hat das Ziel, im Schulkollegium eine kollektive Wirksamkeit zu schaffen oder wiederherzustellen, die oftmals – zum Beispiel aufgrund von Problemen im Unterricht, im Sozialverhalten von Schülerinnen und Schülern und in der Zusammenarbeit im Kollegium – verloren gegangen und durch eine negative und oft sogar toxische Schulkultur ersetzt wurde. Gerade in Situationen, in denen die vielen Probleme dem Kollegium scheinbar über den Kopf wachsen, sind kleine, schnell erzielbare Erfolge besonders wichtig. Durch das gemeinsame Erreichen realistischer, klarer Ziele wird die eigene Wirksamkeit konkret erfahrbar gemacht und neue Hoffnung entsteht.Design-basierte Schulentwicklung erfordert Problemlösekompetenzen in den Schulen, die von aussen begleitet und unterstützt werden müssen. Das Forschungsprojekt bringt Schulkollegien, Schulleitungen, Schulaufsicht und Schulentwicklungsbegleitung zusammen, um gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Rahmen von «Research-Practice- Partnerships» dieses komplexe Verfahren umzusetzen. Das Projekt geht erstmals systematisch und wissenschaftlich begleitet der Frage nach, ob und unter welchen Bedingungen sich dieser im anglo-amerikanischen Raum gegenwärtig äusserst populäre Ansatz der design-basierten Schulentwicklung auch im deutschsprachigen Kontext gewinnbringend einsetzen lässt.
  • Wissenschaftliche Begleitung: Kooperationsprojekt Schulleitungsqualifizierung Bildung Digitalisierung

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Laufzeit: 1. November 2023 - 30. April 2025
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
  • Digital Leadership & Kommunikations- und Kooperationsentwicklung

    (Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Gesamtprojekt)

    Laufzeit: 1. August 2023 - 31. März 2026
    Mittelgeber: BMBF / Verbundprojekt
  • Datengestützte Kommunikations- und Kooperationsentwicklung an der Schnittstelle von Schulleitung, Schulaufsicht und Schulinspektion. Designbasierte Entwicklung von Gesprächsformaten zur Unterstützung der Schul(system)entwicklung

    (Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Teilprojekt)

    Titel des Gesamtprojektes: Digital Leadership & Kommunikations- und Kooperationsentwicklung
    Laufzeit: 1. August 2023 - 31. März 2026
    Mittelgeber: BMBF / Verbundprojekt
    URL: https://www.leadcom.digital/

    Die Datenrückmeldungen der Schulinspektionenund die Auseinandersetzung mit dieser Rückmeldung an den Schulen mündetvielfach nicht in die gewünschten Entwicklungs- und Veränderungsprozesse (vgl.z.B. Malin et al 2020, Schmidt 2020, Zala-Mezö, Häbig & Bremm 2021). In deraktuellen Forschung wird u.a. auf Aspekte der Akteurs-Konstellation undKooperation verwiesen, die Hinweise darauf geben können, wie die Gestaltung vonKommunikations- und Kooperationssettings an der Schnittstelle der Akteur*innen demMangel an Wirksamkeit begegnen könnte. Insbesondere folgende Aspekte derInteraktion zwischen den Akteur*innen aus Schule, Schulaufsicht undSchulinspektion werden als unklar oder spannungsreich beschrieben:

    ·       Komplexität der Strukturen,Asymmetrische Beziehungen, Zuschreibungen sowie fehlendes Alignment derAkteur*innen (vgl. Diedrich 2020) und eine fehlende gemeinsame Vorstellung vonSteuerung (Berkemeyer 2020).

    ·       Unaufgelöste Spannungen bzw.„dilemmatische Verhältnisse“ aufgrund individueller Spannungen zwischenSubjekten und Umwelt (Kallenbach 2023) und unausgesprochenePerspektivdifferenzen zwischen den Akteur*innen, die in Rückmeldesituationennicht bearbeitet werden und Wirksamkeit im Bereich des Möglichen belassen (vgl.Schmidt 2020).

    Die Forschung im Rahmen des Projekts setztbei der Frage nach gelingender datenbasierter Schulentwicklungsberatung sowie beider Gestaltung von Kommunikation und Zusammenarbeit unter Berücksichtigung vonorganisationskulturellen und relationalen Aspekten an.

    Das Institut für Bildungsmonitoring undQualitätsentwicklung (IfBQ), die Behörde für Schule und Berufsbildung und derLehrstuhl für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Education Governance undEducational Change der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg(Prof.in Dr.in Nina Bremm) haben im Rahmen des BMBF-Projekts „lernen digital“eine Research-Parctice Partnership (RPP) etabliert.

    In dieser Kooperation soll im Rahmen des4. Zyklus der Schulinspektion in Hamburg die Kommunikation zwischenSchulinspektion, Schulaufsicht, Schulleitungen sowie Vertreter*innen desGanztags und des Landesinstituts weiterentwickelt und unterstützt werden. Diegenannten Akteur*innen entwickeln neue Settings für Rückmeldegespräche und anschließendeBeratungsformate, die im Rahmen des Projekts als Prototypen erprobt und weiterverbessert werden. Alle Prozessschritte und Reflexionsschleifen werdengemeinsam von einer Steuergruppe aus Schulinspektion, Schulaufsicht undUniversität geplant und adaptiert.

    Im Zentrum des Projekts stehenDesign-Thinking-Workshops (vgl. Brown 2008, Mintrop 2016). Diese co-kreativeMethode bildet den Rahmen für die Zusammenarbeit der Stakeholder und diezentrale Intervention. Der Focus liegt auf der Prozessgestaltung und denProzessdynamiken. Die Dokumentation des Prozesses und ihre wissenschaftlicheAuswertung (Dokumentarische Methode, vgl. Bohnsack 2007, Zala-Mezö, Häbig,& Bremm 2021), soll zum besseren Verständnis der Kommunikationsprozesserund um die Datenrückmeldung als Ausgangspunkt für Schulentwicklung beitragen. Dieentscheidenden Hebelpunkte in der Steuerung der Schul(system)entwicklung sollenidentifiziert und sichtbar gemacht werden, um sie bewussternutzen zu können.

    Die RPP versucht durch dasAushandlungssetting, das im Projekt bereitgestellt wird, sowie durch den Fokusauf Gesprächssettings zur Schulentwicklungssteuerung, Praktiken zuidentifizieren, die Resonanz, Aktion und Wirksamkeit ermöglichen. DasPrototyping von Gesprächssettings erlaubt es, konkrete Lösungen zu erproben.Damit würde ein Beitrag zum gemeinsamen Alignment geleistet und einOrientierungsrahmen für Schulleitungen geschaffen, der durch eine konkreteAushandlungspraxis zwischen den Akteuren begründet ist. 

  • Wissenschaftliche Wirkungsforschung „Wir.Lernen – Grundschulen in Baden-Württemberg sichern Basiskompetenzen“

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Gegenstand der wissenschaftlichen Wirkungsforschung ist der erste Zyklus des Projekts „Wir.lernen – Grundschulen in Baden-Württemberg sichern Basiskompetenzen“ (Nov. 2022 – Juli 2025). In diesem Zeitraum erarbeiten bis zu sechs Schulnetzwerke bestehend aus jeweils sechs Schulen mit ihren Schulaufsichten Strategien zur Steigerung der pädagogischen Diagnosekompetenz und individuellen Förderung (an den Schulstandorten unterstützt durch die Lernstandsdiagnose-Software „quop“). Auf Schulebene werden die Netzwerkpartner:innen von Fachberatungen  dabei unterstützt, die in den Netzwerken erarbeiteten Konzepte an ihren Schulstandorten umzusetzen. Das Projektziel von “Wir.lernen” ist, mit Hilfe von gezielten Interventionen, die Basiskompetenzen der Schüler:innen in den teilnehmenden Schulen zu stärken. Die wissenschaftliche Wirkungsforschung zielt darauf ab, Professionalisierungsmaßnahmen, insbesondere die Netzwerkarbeit, mit Blick auf ihr Potenzial für die Weiterentwicklung und Steigerung diagnostischer Kompetenzen bei zentralen beteiligten Akteursgruppen nachzuzeichnen und Gelingensbedingungen sowie Stolpersteine im Prozess zu identifizieren. Zu diesem Zweck werden in einem multi-methodischen Design alle für die Zielerreichung des Projekts relevanten Ebenen und Akteure berücksichtigt (Schulaufsicht, Netzwerkteilnehmer:innen, Fachberatung, Trainer:innen und Lehrkräfte in den Einzelschulen).

  • Designbasierte Schulentwicklung an Berliner Schulen.

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Laufzeit: 1. Oktober 2022 - 30. Juni 2024
    Mittelgeber: Stiftungen
    URL: https://www.berlin.de/sen/bildung/unterricht/schulqualitaet/designbasierte-schulentwicklung/

    Design-basierte Schulentwicklung ist ein Ansatz, der sich besonders in Schulen bewährt hat, in denen die Betroffenen mit scheinbar unlösbaren Problemen konfrontiert sind. Das Forschungsprojekt bringt Schulkollegien, Schulleitungen, Schulaufsicht und Schulentwicklungsbegleitung zusammen, um dieses komplexe Verfahren unter wissenschaftlicher Begleitung in die Praxis umzusetzen.

    „Design-basierte Schulentwicklung“ ist ein Verfahren der Organisationsentwicklung, das auf alle Schulen anwendbar ist. Es hat sich besonders in Bildungsorganisationen bewährt, in denen die Betroffenen mit Problemen konfrontiert sind, die sie als überwältigend und unlösbar wahrnehmen. Hierzu zählen Schwierigkeiten, herkunftsbedingte kulturelle Unterschiede in der Schülerschaft und zwischen der Schüler- und Lehrerschaft zu überbrücken. Ein weiteres Beispiel sind Probleme, den Unterricht differenziert, lebensweltorientiert und kognitiv aktivierend zu gestalten, um einer breiten Leistungsspanne gerecht zu werden und die Motivation für das Lernen bei Schülerinnen und Schülern zu wecken und aufrecht zu erhalten.

    Das Verfahren hat das Ziel, im Schulkollegium eine kollektive Wirksamkeit zu schaffen oder wiederherzustellen, die oftmals – zum Beispiel aufgrund von Problemen im Unterricht, im Sozialverhalten von Schülerinnen und Schülern und in der Zusammenarbeit im Kollegium – verloren gegangen und durch eine negative und oft sogar toxische Schulkultur ersetzt wurde. Gerade in Situationen, in denen die vielen Probleme dem Kollegium scheinbar über den Kopf wachsen, sind kleine, schnell erzielbare Erfolge besonders wichtig. Durch das gemeinsame Erreichen realistischer, klarer Ziele wird die eigene Wirksamkeit konkret erfahrbar gemacht und neue Hoffnung entsteht.

    Design-basierte Schulentwicklung erfordert Problemlösekompetenzen in den Schulen, die von aussen begleitet und unterstützt werden müssen. Das Forschungsprojekt bringt Schulkollegien, Schulleitungen, Schulaufsicht und Schulentwicklungsbegleitung zusammen, um gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Rahmen von «Research-Practice- Partnerships» dieses komplexe Verfahren umzusetzen. Das Projekt geht erstmals systematisch und wissenschaftlich begleitet der Frage nach, ob und unter welchen Bedingungen sich dieser im anglo-amerikanischen Raum gegenwärtig äusserst populäre Ansatz der design-basierten Schulentwicklung auch im deutschsprachigen Kontext gewinnbringend einsetzen lässt.

Abgeschlossene Forschungsprojekte

  • What Makes Effective Area-Based Reform in Education? Gemeinsam mit Prof. Dr. Chris Brown (University Duram) und Pierre Tulowitzki (PH Ludwigsburg/ PH FHNW) Laufzeit 2019-2021.Gefördert durch Robert-Bosch-Stiftung
  • Kulturelle Bildung und Inklusion in der Schule. Evaluation. Gemeinsam mit Prof. Dr. Kathrin Racherbäumer (Universität Siegen). Laufzeit 2018-2021. Gefördert durch die Stiftung Mercator.
  • Digitale Schulentwicklung in Netzwerken. Gelingensbedingungen schulübergreifender Kooperation bei der digitalen Transformation“ (DigiSchulNet). Gemeinsam mit Prof. Dr. Isabell van Ackeren, Prof. Dr. Michael Kerres und Prof. Dr. Kathrin Racherbäumer. Gefördert durch das BMBF. Laufzeit 2019-2021.
  • GEMS-E II. Rekonstruktive Governanceforschung in der Schul-und Unterrichtsentwicklung. Gemeinsam mit Prof. Dr. Kathrin Racherbäumer (Universität Siegen). Gefördert durch den Berliner Senat. Laufzeit 2018-2019.
  • Wissenschaftliche Begleitung Fortbildungsprogramm Interkulturelle Schulentwicklung – Demokratie gestalten. Gefördert durch das Ministerium für Bildung NRW & Pädagogisches Landesinstitut QUA-LiS NRW. Laufzeit 2019-2021.
  • Exploring effective area-based reform in disadvantaged districts in California and Nevada. Gemeinsam mit Prof. Dr. Chris Brown (Durham University). Laufzeit 2018-2019. Gefördert durch das Interdisziplinäre Zentrum für Bildungsforschung der Universität Duisburg-Essen.
  • Using achievements from video games to support learning. Gemeinsam mit Prof. Dr. Chris Brown (Durham University) und Prof. Dr. Pierre Tulowitzki (FHNW). Gefördert durch das Research and Innovation Funding. University of Portsmouth. Laufzeit 2018-2019.
  • Potenziale entwickeln – Schulen stärken II. Kooperationsprojekt der AG BiFo der Universität Duisburg-Essen (Prof. Dr. Isabell van Ackeren) und dem Institut für Schulentwicklungsforschung an der TU Dortmund (Prof. Dr. Heinz Günter Holtappels). Gefördert durch die Stiftung Mercator. Laufzeit 2017-2019.
  • Potenziale entwickeln – Schulen stärken. Kooperationsprojekt der AG BiFo der Universität Duisburg-Essen (Prof. Dr. Isabell van Ackeren) und dem Institut für Schulentwicklungsforschung an der TU Dortmund (Prof. Dr. Heinz Günter Holtappels). Gefördert von der Stiftung Mercator. Laufzeit 2014-2017.
  • Interkulturelles Schülerseminar. Mentoring für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund durch Studierende der Lehrämter. Universität Hamburg (Prof. Dr. Ursula Neumann). Gefördert durch die Behörde für Schule und Berufsbildung der Stadt Hamburg. Laufzeit 2005-2016.
  • Deutschkenntnisse am Übergang vom Kindergarten in die Grundschule. Universität Hamburg (Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ingrid Gogolin). Gefördert durch die Stadt Linz/Österreich. Laufzeit 2012-2013.
  • GIM. Ganztagsschulen und Integrationsprozesse von Migranten. Kooperationsprojekt der Universität Hamburg (Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ingrid Gogolin) und der Universität Würzburg (Prof. Dr. Heinz Reinders). Gefördert durch das BMBF. Laufzeit 2008-2012.
  • Where Immigrant students succeed – A comparative review of performance and engagement in PISA 2003. OECD-Report unter der Leitung von Petra Stanat (Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin) & Gayle Christensen (Stanford University). Laufzeit 2006-2007.