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Lehrstuhl für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Educational Governance und Educational Change

Das Team der Professur für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Educational Governance und Educational Change interessiert sich für kulturelle und gesellschaftliche Transformationsprozesse von Schule und Unterricht.

(Aktuelle) Veränderungsprozesse untersuchen wir mit einem Fokus auf pädagogische Praktiken der alltäglichen Hervorbringung und Bearbeitung von Differenzen im Schul- und Unterrichtsalltag. So gehen wir davon aus, dass der Zugang zu Praktiken Auskunft über das alltägliche Geschehen in Bildungsinstitutionen gibt, indem die Mikropraktiken und Orientierungsmuster pädagogischer Akteure empirisch zugänglich gemacht werden. Diese Ebene wird durch Diskurse zu Educational Governance kontextualisiert, die dafür sensibilisieren, wie die pädagogischen Praktiken – ihre Genese, Transformation und Tradierung – selbst in gesellschaftliche Diskurse, bildungsprogrammatische Ordnungen und organisationale Bedingungen verstrickt sind. Auf diese Weise lassen sich (aktuelle) Regierungspraktiken in Schule und Unterricht auf vielfältigen Ebenen machtsensibel analysieren und die Diskrepanz von politischen Programmatiken und handlungspraktischen Ebenen in ein produktives Spannungsverhältnis setzen.

Indem also kulturelle und gesellschaftliche Transformationsdynamiken (Andresen/Oelkers 2018, Koller 2018) als (Selbst-)Regierungspraktiken, als „gouvernementalité“ (Foucault) in Schule und Unterricht untersucht werden, leistet die Professur grundlagentheoretische, methodologische und empirische Beiträge zur Weiterentwicklung von aktuellen Lern- und Bildungstheorien. Hierbei konzentrieren wir uns insbesondere auf den Wandel pädagogischer Praktiken und Diskurse (Educational Change) im Kontext kultureller Pluralisierung und Digitalisierung.