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BMBF Verbundprojekt: Postdigitale kulturelle Jugendwelten

Entwicklung neuer Methodeninstrumente zur Weiterentwicklung der Forschung zur Kulturellen Bildung in der digitalen und postdigitalen Welt

Der Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur, ästhetische Bildung und Erziehung wird in den nächsten drei Jahren in Zusammenarbeit mit dem Institut für Bildung und Kultur (IBK) und der Akademie der Kulturellen Bildung Remscheid das BMBF-geförderte Verbundvorhaben Postdigitale kulturelle Jugendwelten – Entwicklung neuer Methodeninstrumente zur Weiterentwicklung der Forschung zur Kulturellen Bildung in der digitalen und postdigitalen Welt durchführen.

Das Vorhaben möchte anhand eines mixed-method Designs erstmals ausführlich prüfen, wie sich der digitale Medienwandel auf die aktuellen ästhetischen und künstlerischen Praktiken junger Menschen ausgewirkt hat. Die Nutzung neuer Medien hat sich in den letzten Jahren rasant gewandelt. Die heutigen Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen sind zunehmend geprägt von digitalen Netzwerken, mobilen Gadgets, Apps und Algorithmen und werden, wenn es heute nicht schon der Fall ist, in naher Zukunft wesentlich darauf basieren. Dieser Wandel, der kulturelle Gefüge und ästhetische und künstlerische Praktiken tiefgreifend und in vielerlei Hinsicht berührt, wird im aktuellen Diskurs als “postdigitaler Zustand” (Jörissen) bezeichnet.

In der postdigitalen Welt verändern sich auch die Bedingungen kultureller Teilhabe und Bildung. In welchen Formen die massenhaft sichtbaren und auch die weniger offensichtlichen digitalen Transformationen ästhetischer Praktiken für die gegenwärtige Jugendkultur von Bedeutung sind, von wem sie wie und warum praktiziert werden, für wen sie interessant und erreichbar sind, welche genuin neuen oder möglicherweise auch an tradierte Formen anschließenden ästhetischen Erfahrungen mit ihnen einhergehen, ist weitestgehend unbekannt. Das Wissen um diese Transformationen ist jedoch sowohl für die Forschung zur Kulturellen Bildung als auch für die kulturpädagogischen Praxisfelder, und zumal für eine zukunftsweisende bildungspolitische Steuerung, unabdingbar.

Vor diesem Hintergrund stellen sich wissenschaftlich, aber auch für die pädagogische Praxis und für evidenzbasierte bildungspolitische Strategieentwicklung im Bereich der Kulturellen Bildung maßgebliche Fragen wie die folgenden:

  • Wie verändern sich künstlerisch-kreative Aktivitäten junger Menschen durch digitale Medien?
  • Welche „virealen“ künstlerisch-kreativen Möglichkeiten nutzen junge Leute mit und in digitalen Medien?
  • Welche Bedeutung hat das veränderte Medienverhalten Jüngerer auf die Kulturelle Bildung?
  • Wie verändern sich informelle und non-formale Vermittlungsformen durch digitale Netzwerke, mit welchen Effekten?
  • Wie müssen künftige kulturelle Bildungskonzepte gestaltet werden, um den veränderten medialen Lebensgewohnheiten der neuen Generationen gerecht zu werden?
  • Usw.

Leitung und Koordination

Prof. Dr. Benjamin Jörissen
 Institut für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur, Ästhetische Bildung und Erziehung | Friedrich-Alexander- Universität Erlangen-Nürnberg

Prof. Dr. Susanne Keuchel Institut für Bildung und Kultur e.V.

Ansprechpartnerin

Karoline Schröder

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur, ästhetische Bildung und Erziehung Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

 

Mail: karoline.schroeder@fau.de

Tel:   0173 – 6721036

Bismarckstr. 1a

91054 Erlangen