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Projekte: (post)digital-theatral-performativ

Foto: Ingo Schweiger

Durch die allgemein festgesetzte Online-Lehre an der FAU im SoSe 2020 probten, experimentierten und konzipierten auch die DS-Studiengänge auf digitalen Plattformen, vorzugsweise auf ZOOM.

Sowohl das Fachpraxis-Seminar Spezielle Theaterformen (FP4) als auch die Abschlussproduktion Sinnlos: Eine Suche (FP8) wurden komplett ins Digitale verlegt.

PROJEKT 1: LET´S PLAY TOGETHER (Mai 2020)

Für  die Live-Performance Let´s play together  (FP4) standen zwei Forschungsfragen im Zentrum:

  1. Wie weit gehe ich als Performer*in auf dem digitalen Videokonferenztool Zoom?
  2. Wie weit geht ein*e Zuschauerspieler*in  auf dem digitalen Videokonferenztool Zoom? (d.h. zu welchen Handlungsaktionen fordert er/sie (im geschützten Raum) auf?

Ausgangspunkt dafür war, dass digitale Plattformen ebenso wie andere soziale Plattformen das Potential haben, dass sich Akteuer*innen in der Anonymität verstecken und somit ungehemmter und ungebremster agieren können als bei einer Face-to-Face-Kommunikation. Die Studierenden wollten performativ herausfinden, wie es sich bei Zoom verhält. Zoom ist zwar ein Videokonferenztool und Zuschauer*innen/Gäste können sich durch das Ausschalten des Videos und über einen Fake Name auch in der Anonymität verstecken. Allerdings weiß der/die Zuschauende, dass die Performer*innen leibliche und echte Wesen und keine Spielfiguren (Avatare etc.) sind. Man ist sich also durchaus bewusst, dass angesagte und eingeforderte Handlungen und Aktionen durchaus auch schmerzhaft, mit Scham behaftet oder anderweitig grenzüberschreitend sein können. Wie weit geht man also bei den Aufforderungen?

 

                Ein 10-minütiger Ausschnitt der Live-Performance dazu: https://youtu.be/vCLC2usfX6Y

 

PROJEKT 2: SINNLOS: EINE SUCHE (Abschlussprojekt Jahrgang 2018/20, Juli 2020)

 

Becketts Warten auf Godot ist der Ausgangspunkt für das konzipierte Gamelett. Fragmentarisch-biographisch wird den Fragen nach Identität, Transzendenz, Suche nach dem Sinn, Freiheit etc. in einem Setting von Loseziehen und Galgenmännchen nachgegangen. Der/die (Zuschauer)spieler*in bestimmt den Spielverlauf: zieht, deckt auf und bekommt etwas zu sehen oder wird selbst zum Subjekt des Spiels. Grenzen zwischen Performer*innen und (Zuschauer)spieler*innen werden fließend: Wer gibt eigentlich wem etwas preis? Wer zeigt sich wem? Wer agiert eigentlich?

Eine (40minütige) Aufzeichnung einer Live-Performance zu sehen unter: https://youtu.be/7OagT3BUpyY

 

 


Konzeptionspadlet

Die Studierenden des Jahrgangs 2017-2019 zeigten am 6. und 7. Juli 2019 im Experimentiertheater ihren speziellen Zugriff auf „Alice im Wunderland“.

Das Konzept basierte auf einer Interaktion von Spielern und Mitspielern (=Zuschauern), die sich allesamt anlässlich des Nicht-Geburtstages der Herzkönigin zusammenfanden, um gemeinsam das Fest zu begehen. Der Zuschauer wurde von Beginn an als teilnehmender Mitspieler in unterschiedlichen Arrangements adressiert, z.B.:

*Aufbau des Fest-Settings: Aufstellen und Dekoration von Tischen

* Gestaltung des Bühnenbildes: In einem Aquarium wurden diverse Objekte in Bezug auf die jeweilige Szene         arrangiert, die großflächig auf       den Bühnenhintergrund projiziert wurde.

* Aktive Beteiligung am Erreichen des High-Scores der Herzkönigin

* Teilnahme an innerszenischen Gamestrukturen usw. usf.

 

Spieler*innen:  Nadja Jung (Herzkönigin), Verena Krieg und Anna Haller (Grinsekatze), Miriam Losert, Anna Cziommer und Sebastian Pöllmann (Kaninchen), Johanna Schweiger und Tim Finitzer (Schildkröte), Catrin Schnupfhagn und Felix Schubert (Raupe), Anna Jemima Finzl und Lea Ratajczak (Hutmacher), Demis Jahn (Live -Technik/Sound/Projektion).

Betreuung: Sabine Köstler-Kilian

Fotos: Mattias Tschiesche

Trailer: Alice-Projekt 2019 unter: https://youtu.be/0Yk2VoRdFSA

      

Am Samstag, den 22.9. und am Sonntag, den 23.9.2018 präsentierten Studierende des Erweiterungsstudiengangs Darstellendes Spiel im Rahmen der Veranstaltung „Offen Auf AEG“ auf dem gesamten AEG-Gelände sowie im Innenbereich der Kulturwerkstatt Auf AEG verschiedene performative Interventionen. Das Programm mit dem Titel „AEG.alive“ wurde von den Studierenden gemeinsam mit Sabine Köstler-Kilian (Studiengangsleitung) und Susanne Carl (Masken- und Performancekünstlerin) entwickelt und erarbeitet.

Wie lebendige Bilder setzten berührende Maskencharaktere in dieser Performance Vergangenheit und Gegenwart in Beziehung – reale Orte wurden zu Kulissen. Erzählt wurde vom Wandel und der Geschichte des Industriestandorts „Auf AEG“. Dabei wurde das Publikum in diesem Interaktionsraum immer wieder auch selbst zum lebendigen Teil der bewegenden Szenerien. AEG lebt!

Performance: Sabine Köstler-Kilian

Masken: Susanne Carl

Fotos: Ingo Schweiger

Der dreiminütige Trailer (von Hans Batz) dazu unter: https://youtu.be/ZUt3AFPYbG0